Interview
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Interview vom 16.11.2010

Wie bist du zum Biathlon gekommen?

Nicole Wötzel: Durch eine Freundin.  Da es im Langlauf damals nicht richtig vorwärts ging, hat sie gemeint, ich solle doch unbedingt mal vorbeischauen, und ich bin dann gleich dabei geblieben.

Hast du Vorbilder in Bezug auf deine sportliche Karriere?

Nicole Wötzel: Ja, für mich war Sandrine Bailly in gewisser Hinsicht mein sportliches Vorbild, und sie gehörte zu den besten Biathletinnen.

Wie sieht deine Planung für die weitere Laufbahn aus?

Nicole Wötzel: Ich bin jetzt seit 3 Jahren bei der Bundeswehr, in der Sportfördergruppe Frankenberg. Dort möchte ich die Feldwebellaufbahn absolvieren und meinen Sport profimäßig ausüben.

Sportliche Stärken und Schwächen?

Nicole Wötzel: Ich kann gut kämpfen und so schwierige Situationen meistern.

Ab und zu fällt mir mein übertriebener Ehrgeiz auf die Füße.

Wie sehen deine sportlichen Ziele aus?

Nicole Wötzel: In dieser Saison möchte ich mich für den IBU-Cup und eventuell für EM in Ridnaun qualifizieren..

Wie hoch schätzt du den Sprung von Junioren zu den Damen ein?

Nicole Wötzel: Obwohl wir Deutschen Junioren in unserem Bereich das Leistungsniveau bestimmen, glaube ich, dass der Sprung zu den Damen groß ist.

Wie wichtig ist die Unterstützung von zu Hause, und den Heimtrainern?

Nicole Wötzel: Sehr wichtig! Zum Glück ist die Unterstützung bei mir wirklich super!  Egal ob es gut läuft oder nicht, ich kann immer zu meinen Trainern und meiner Familie gehen, und ich kann auf sie zählen.

Was trieb dich an die Doppelbelastung Schule und Sport einzugehen?

Nicole Wötzel: In meiner Schulzeit fand ich es oft sehr schwierig, man hat kaum noch Freizeit. Da Schule aber sehr wichtig ist und Pflicht, musste ich mich durch diese Doppelbelastung arbeiten – Sport ist für mich unabkömmlich.

Trainierst du schon mal mit den älteren Kolleginnen und kannst du dir da was abschauen? Wie sieht die Heimtrainingsgruppe aus?

Nicole Wötzel: In meiner Trainingsgruppe sind Top-Athleten die schon im Welt Cup laufen und auch bereits Medaillen gewonnen haben, wie Michael Rösch,und Tina Bachmann. Dadurch habe ich immer den Blick nach vorne, wo ich hin will und kann sehr effizient trainieren.

Wer sind deine Heim- bzw. Bundestrainer? Kaderstatus?

Nicole Wötzel: Meine Heimtrainer sind, Frank Püschel, Carsten Heymann und Arne Kluge, im B-Kader Remo Krug.

Welche Hobbies hast du?

Nicole Wötzel: Ich lese gern, gehe gern shoppen und quatsche gern mit Freunden.

So oft ich kann, pilger ich ins Erzgebirgsstadium, um den FC Erzgebirge Aue anzufeuern.

Wie sieht es mit Haustieren aus?

Nicole Wötzel: Ich habe eine Schildkröte und ein Meerschweinchen. Zu unserer Familie gehört natürlich auch unser Hund „Anka“.

Hast du ein Lebensmotto?

Nicole Wötzel: Ja, Träume nicht dein Leben lang, sondern lebe deinen Traum.

Sagt man dir ein bestimmtes Talent nach?

Nicole Wötzel: Das müssen Sie meine Trainer fragen :)

Hast du den Wunsch einmal Profi zu werden?

Nicole Wötzel: Klar, ich glaube ohne diesen Wunsch hält man der Belastung nicht stand.

Hast du Lampenfieber vor dem Start?

Nicole Wötzel: Lampenfieber ist ganz normal und gehört zu jedem Wettkampf dazu.

Siehst du Biathlon als Individual- oder als Teamsport?

Nicole Wötzel: Auch wenn man fast immer in der Gruppe trainiert, und zur Staffel 3 bzw. 4 Athleten gehören, ist für mich Biathlon eine Einzelsportart.

Wie sieht ein normaler Trainingstag bei dir aus?

Nicole Wötzel: Aufstehen, Frühstücken, Training, Mittagessen, Mittagsruhe, Training, Abendbrot, etwas Freizeit, Schlafen.

Wenn drei Wünsche offen hättest, was würdest du dir wünschen?

Nicole Wötzel: Tut mir leid, aber Wünsche verrät man nicht :)